Romy Kasper: "Ich bin gut gewappnet und definitiv motiviert für Tokio 2021"

Radsport

Für SC DHfK-Radsportlerin Romy Kasper wäre es im kommenden Jahr die zweite Olympia-Teilnahme. Foto: privat

Leipzig statt Tokio. Trainingslager statt Olympisches Dorf. Die Verschiebung der Olympischen Spiele von 2020 auf 2021 hat auch den sportlichen Plan unserer SC DHfK-Athletinnen und -Athleten durcheinandergewirbelt. Wie geht es unseren Olympia-Kandidaten emotional damit und wie und wo verbringen sie stattdessen die zwei Wochen vom 24.7. bis 9.8.? Wir haben bei einigen von ihnen nachgefragt. HEUTE: RADSPORTLERIN ROMY KASPER, die 2016 in Rio schon Olympia-Luft schnupperte.

Romy, welches Gefühl löst der Gedanke in Dir aus, jetzt nicht wie anvisiert und gehofft in Tokio bei den Olympischen Spielen sein zu können?


Der Gedanke daran, dass die Olympischen Spiele jetzt stattfinden würden, löst schon eine gewisse Traurigkeit in mir aus. Ich war total fokussiert auf Tokio in diesem Jahr – es war und ist noch immer mein Höhepunkt. Andererseits finde ich es natürlich richtig, dass es verschoben wurde und hoffe jetzt aufs nächste Jahr. Ich freue mich, die Zeit nutzen zu können, um mich noch besser und umfangreicher darauf vorzubereiten und nebenbei auch mein duales Studium zu beenden.

Was steht im Zeitraum der Olympischen Spiele (24.7.-9.8.) stattdessen bei Dir an?


Bis Anfang August war ich zu Hause in Leipzig, bevor es wieder losging. Am 1. August stand ich in Italien beim ersten World Tour-Rennen am Start. Ich freue mich, endlich wieder reale Rennen fahren zu können und nicht nur in der virtuellen Welt. Danach bin ich nochmal zwei Wochen daheim, bevor auf dem Sachsenring die Deutschen Meisterschaften stattfinden werden (23.8.). Danach geht es Schlag auf Schlag mit den World Tour- und den internationalen Rennen.

Wie klein oder groß ist der Fokus aktuell bei Dir schon auf Olympia 2021?


Der Fokus ist definitiv groß. Mein Ziel ist es, mich noch besser in Form zu bringen bzw. noch einen Schritt nach vorne zu machen und für Olympia nominiert zu werden. Dafür habe ich die Zeit bis jetzt gut genutzt. Die Leistungsentwicklung zeigt in die richtige Richtung. Auf kurze Sicht möchte ich aber auch in der anstehenden Rennserie in diesem Jahr Leistungen zeigen und Ergebnisse bringen, um weiterhin auf mich aufmerksam zu machen. Ich bin gut gewappnet und definitiv motiviert zu zeigen, dass ich noch leistungsfähig genug bin und für Tokio 2021 in Frage komme.