Radsportlerin Romy Kasper mit starkem Auftritt bei EM

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SC DHfK-Athletin Romy Kasper (rechts vorn) verhalf ihrer langjährigen Teamkollegin Lisa Brennauer (l.) zu EM-Platz 4. Foto: CorVos

Nach Giro und Tour de France der Frauen stand für SC DHfK-Radsportlerin Romy Kasper mit den European Championships in München der nächste Höhepunkt in diesem Sommer an. Beim Straßenrennen der Frauen zeigte die 34-Jährige eine starke Leistung mit dem deutschen Team und verhalf als Teamplayerin ihrer Kollegin Lisa Brennauer in deren letzten Karriere-Rennen zu Platz vier.

München.
Sie war mitten bei der ersten Tour de France der Frauen, als sie von ihrer EM-Nominierung für München erfuhr. Am gestrigen Sonntag trug SC DHfK-Radsportlerin Romy Kasper beim Straßenrennen dann einen großen Anteil dazu bei, ihrer Teamkollegin Lisa Brennauer ein tolles Karriereende mit einem starken vierten Platz zu bescheren. Bis einen Kilometer vor dem Ziel gab Kasper ihrer langjährigen Freundin und Wegbegleiterin Brennauer Windschatten und brachte sie in der Spitzengruppe in eine gute Ausgangsposition für den Zielsprint. Kasper selbst rollte nach erfolgreicher Helferaufgabe 10 Sekunden später auf Platz 38 ins Ziel. „Natürlich ist es schade, dass Lisa das Podest so knapp verpasst hat. Dennoch war es ein sehr schöner Abschied für sie und ich bin sehr zufrieden mit unserer Team- als auch mit meiner persönlichen Leistung“, so Kasper.

Nach Giro und Tour de France der Frauen steckten der Radprofi-Sportlerin aus den vergangenen Wochen schon etliche Kilometer in den Beinen. Das EM-Rennen über 230 Kilometer forderte gestern noch einmal besonders viele Körner. „Es gab keinen Moment zum Ausruhen, sondern es war ein superschnelles und superaggressives Rennen mit vielen Attacken“, sagte Kasper, „glücklicherweise habe ich mich am Tag des Rennens sehr gut gefühlt. Ein paar Tage früher hätte die EM nicht kommen können, da war ich noch ganz schön platt.“ Gänsehaut hätte ihr vor allem die Stimmung am Streckenrand beschert – auch Familie und Freunde waren dabei. „Die Stimmung war brutal. Das habe ich so bei einem internationalen Meisterschaftsrennen noch nie erlebt. Als ich über die Ziellinie gefahren bin, hatte ich Gänsehaut.“

Nach ihrem starken Auftritt bei der EM hofft Kasper jetzt auf eine Nominierung für die Straßen-WM in Australien Ende September. Zuvor steht für die 34-Jährige noch eine Rundfahrt in Holland mit ihrem niederländischen Profiteam Jumbo Visma an. Zudem liebäugelt sie noch mit einem Start beim Derny-Cup in Erfurt am 9. September.